Ausflug nach Cadolzburg mit Besichtigung der Burg

Die Clubdamen in Cadolzburg beim Mittagstisch -

Am 19. Juli 2018 trafen sich 18 Clubdamen im mittelalterlichen Cadolzburg zu einem historischen Rundgang durch die neu erstrahlte Burg, um bei einer Führung "Herrschaftszeiten in Cadolzburg"  zu erleben. Um Kraft für dieses gigantische Ereignis zu tanken, waren alle vorher noch in der "Cadolz- burger Burgschänke" zum Mittagessen und gönnten sich nach der Burgführung ein verdientes Eis. Der Tag war wieder herrlich!               G.AS

                               Tagesausflug nach München am 07. Juni 2018

 40 „Reisefreudige“ sind Christa Schotts Einladung gefolgt und haben einen tollen Tag im schönen München verbracht. Es begann mit einer exklusiven Führung über den 200-jährigen Viktualienmarkt mit seinen ca. 110 Händlern, anschließend gab es Mittagessen im Traditionslokal „Zum Franziskaner“ und danach hörten wir im weiß-rot-goldenen Theaterraum des Cuvilliés–Theaters einen einstündigen Vortrag über die Geschichte dieses kurbayerischen Rokoko-Kunstwerkes. Zum Abschluss dieses schönen Sonnentages gab es Schleckereien im Cafè „Arzmiller“.

   

                                       Welch ein Highlight, dieser Ausflug ! 

 

     

 

Besichtigung des Cuvillier - Theaters

         und des Viktualienmarktes 

 

Cuvillier - Theater

Innenbereich

Cuvillier - Theater 

Zuschauerbereich

Viktualienmarkt

Viktualienmarkt

Viktualienmarkt


Thüringer Streicheleinheiten

Vergnügungsreise des Deutsch-amerikanischen Frauenclubs Nürnberg-Fürth e. V.

26. bis 29. April 2018

 

Die Nacht geht – der Schmetterlingsbus kommt.

Er sammelt alle 27 Teilnehmer ein und ab geht es in diesem Jahr in das „Grüne Herz Deutschlands“, nach Thüringen. Spätestens seit Geheimrat Goethe wissen wir: „Die Gegend ist überschön“!

 

Ausgedacht und die diversen Stationen ausgesucht hat wieder unsere Gisela Wessely, da sie aber leider nicht mitfahren konnte, sind Christa Heidl und Evelyn Schmidt eingesprungen und haben die Regie übernommen. Sie haben diese große Aufgabe perfekt gemeistert und die Reise zu einem traumhaften Erlebnis werden lassen.

Vielen herzlichen Dank allen, die an der Organisation dieser vier wunderbaren Tage beteiligt waren. Auch ein Dank an Petrus, der uns die Sonne, die Wärme und für die Fotografen die Bilderbuchwolken geschenkt hat.

1. Tag: Pünktlich um 08:00 Uhr fahren wir in Nürnberg ab, unser Fahrer heißt Franco Circelli und er chauf-

fiert uns souverän durch die frühlingshafte Landschaft. Alle 25 Damen und die beiden mutigen Herren sind

bester Laune und voller Vorfreude, und manches Volkslied wird geträllert. Unsere Evelyn hat einen recht

informativen Bericht über Thüringen vorbereitet und verlesen und bald sind wir am „Coburger Parkplatz“,  

wo wir traditionell mit Kuchen, Brot und Sekt auf ein gutes Gelingen der Reise anstoßen.

Gegen 12:00 Uhr erreichen wir unser 1. Ziel, die Theaterstadt Meiningen, wo wir am einstigen Residenz-

schloss Elisabethenburg, errichtet 1682 – 1692, aussteigen. Das Schloss wurde von den Herzögen von

Sachsen-Meiningen errichtet, die von 1680 -1918 hier residierten. Wir haben aber eine Führung durch die

Zauberwelt der Kulisse im Theatermuseum gebucht, das in der ehemaligen Reithalle des Theater-Herzogs 

Georg II. untergebracht ist. Dort werden wir zuerst umfassend über die Theatergeschichte Meiningens, die

hauptsächlich der Regentschaft Georg II. und seiner Gattin Freifrau Helene von Heldburg zu verdanken ist,

informiert. Dieser Regent war nicht nur Liebhaber und Mäzen des Hoftheaters, sondern ein tätiger Künstler

mit umfassenden Kenntnissen der europäischen Theaterszene. Er führte selbst Regie, entwarf und malte

Kulissen sowie Bühnenbilder und Kostüme. Die Idee der Gastspielreisen trat in die Welt und der Satz: „Die

Meininger kommen“ wurde zwischen 1874 und 1890 zu einem vielfach gehörten Ruf.

Anschließend findet die Präsentation der originalen Bühnendekorationen der „Meininger“ statt, fantastische

Kulissen aus der Werkstatt der Brücknerschen Malerei, die einmal jährlich ausgewechselt werden. Wir 

sehen Dekorationen zu Wallensteins Lager, zum Sommernachtstraum, zu Hamlet und viele mehr und sind

total fasziniert. Dann hören wir noch Tonaufnahmen aus diversen Aufführungen, bevor wir diese Märchen-

welt wieder verlassen müssen.

Eine Stunde steht uns nun zur freien Verfügung und wir bummeln durch diesen Musenhof zwischen 

Weimar und Bayreuth, einige Damen sehen sich auch die Ausstellungen im Schloss an.

 

Um 14:00 Uhr geht es weiter durch das blühende Land und wir erreichen nach 1 Stunde den Luther-Stammort

Möhra, ein Fachwerkdorf, gelegen in einer idyllischen Kulturlandschaft am Thüringer Wald.

Wir werden schon von Herrn Pfarrer Neumann erwartet, der uns wegen eines Regenschauers noch im Bus

einiges aus dem Leben Martin Luthers erzählt. Auf dem kleinen Lutherplatz ragt neben der Lutherlinde seit

1861 das Denkmal des Reformators empor, der dem Besucher die aufgeschlagene Bibel entgegenhält. Die

Sternstunde von Möhra war der Besuch Martin Luthers bei seinen Verwandten, einen Tag vor seiner „Entführung" 

auf die Wartburg am 04. Mai 1521. Dieses Ereignis ist auf einem großen Gemälde festgehalten, M. Luther

predigend von allen Dorfbewohnern umringt. Gegenüber steht sein Elternhaus, er selbst ist aber in Eisleben zur

Welt gekommen. Unser humoriger Pfarrer hat es recht spaßig kommentiert: „Seine Mutter hat ihn von hier im

Mutterleib fortgetragen“.

Durch einen wunderschönen Torbogen kommen wir nun zur Lutherkirche, die Anfang des 18. Jahrhunderts

umfassend renoviert worden war. Die Innensanierung fand zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt, aus dieser

Zeit stammen auch die 3 Glasfenster im Chor, die den Reformator und seinen Vertrauten Philipp Melanch

thon, Jesus und das Volk sowie die Aussendung der zwei Apostel Petrus und Johannes darstellen. Sehr

hübsch sind auch die mit Blumengirlanden bemalten Felder der zweigeschossigen Emporen.

Unser Herr Pfarrer nimmt nun seine Gitarre zur Hand und tritt als Bänkelsänger auf. Wir haben uns sehr über

diese Darbietung gefreut; der Aufenthalt in Möhra war eine große Bereicherung.

Gegen 16:00 Uhr fahren wir nun weiter zu unserem Aufenthaltsort Bad Liebenstein, die traditionsreichste

Kurstadt des gesamten Freistaats in wunderschöner Natur am Südhang des Thüringer Waldes gelegen. 

Es geht auch gleich mit einer Führung los, unser Herr Pfarrer Neumann ist wieder dabei und eine Landes-

kundlerin. Wir bummeln durch das elegante Kurviertel und hören die Geschichte von Herzog Georg II., der

hier seine 3. Frau, die Schauspielerin Ellen Franz 1873 geheiratet hat. Viele Gebäude sind im klassizisti-

schen Baustil errichtet, wie z. B. das Comödienhaus, die Wandelhallen, das Kurhaus, das Palais Weimar

und der Brunnentempel. Wir hören, dass sich Bad Liebenstein im Laufe des 19. Jahrhunderts als Sommer-

residenz des Herzoghauses Sachsen-Meiningen zu einem mondänen Badeort, in dem zahlreiche Adelige und

gut betuchte bürgerliche Kurgäste verweilten, entwickelte. Johannes Brahms war hier, Marlene Dietrich,

Fritz Reuter, kurz, viele hochgestellte Persönlichkeiten. Und heute sind wir hier und bekommen noch am 

Fuß des Burgberges die Villa Feodora und die dortige Friedenskirche gezeigt. 

Im Kern des Kurviertels liegt auch unser Domizil für 3 Nächte, das 4-Sterne-Kurhotel „Kaiserhof“, auch im

klassizistischen Baustil errichtet. Hier packen wir nun unsere Koffer aus und begeben uns zum Abendessen.

Wir haben den Kaisersaal nur für uns und beschließen den Abend bei Wein und lebhafter Unterhaltung 

über die außergewöhnlichen Erlebnisse des ersten Tages.

                                                                                            O Täler weit, o Höhen

(J. v. Eichendorff)

2. Tag: Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück geht es heute in die älteste Stadt Thüringens, erstmals

urkundlich erwähnt 704 n.Chr., in die Bachstadt Arnstadt. Wir fahren auf der Landstraße, vorbei an gelben

Rapsfeldern, blühenden Obstbäumen und frischem Maiengrün. Dazu ein sonnenreicher Himmel, wen wundert

es, dass die Damen vor Freude die neuen Lieder anstimmen, die wir von Herrn Pfarrer Neumann gelernt haben.

Da ist das Bratwurstlied über die berühmte Thüringer Bratwurst und natürlich das Rennsteig-Lied, geschrieben

von Karl Müller aus Suhl. Leider haben wir keine Noten und so klingt der Chor eher nach Katzenmusik. Aber der

Refrain geht immer:

                           „Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder.

                           Bin ich weit in der Welt, habe ich Verlangen, Thüringer Wald, nur nach dir“

Während dieser herrlichen Fahrt informiert uns unsere Evelyn wieder über die kommenden Ereignisse

und die Stadtgeschichte.

Um 09 Uhr 45 kommen wir an und eilen zur Bachkirche, wir haben dort ein Orgelkonzert gebucht. Vom

Kantor, Herrn Reddin, werden wir bereits erwartet und so lauschen wir 30 Minuten seinem Orgelspiel. 

Natürlich hören wir Bach, erst auf der barocken Wenderorgel von 1703, geprüft vom damals 18-jährigen 

J.S.Bach, und dann auf der romantischen Steinmeyerorgel von 1913. Der Kantor erzählt uns auch aus

dem Leben Bachs, der hier 4 Jahre Organist war . Hier lernte er auch seine erste Frau Maria Barbara kennen 

und heiratete sie im Jahr 1707. Die Stadt ist eng mit Bach verknüpft, sagt er, es gibt eine Bachgedenkstätte

hier und auf dem alten Friedhof liegen 24 Familienangehörige begraben. 

Es war ein sehr eindrucksvoller Aufenthalt in dieser schönen, hellen Kirche. Wir begeben uns jetzt zum 

Schlossmuseum und kommen auf dem Marktplatz am Bachdenkmal vorbei, das den Barockkomponisten

als lockeren, jungen Mann, gelehnt an einen Meilenstein, zeigt. Es gibt Bach-Sommer, Bach-Advent,

Bach von allen Seiten, Bach satt.

Am Schlossmuseum werden wir von einer netten Dame im historischen Kostüm begrüßt und hören, dass 

das fürstliche Palais 1729 von Fürst Günther I. von Schwarzenburg-Sonderhausen als späteren Witwen-

sitz für seine Gemahlin Elisabeth Albertine, geb. Prinzessin von Anhalt-Bernburg, errichtet wurde und ein

standesgemäßer Präsentationsort für ihre Kunstsammlungen war.

Das heutige Museum zeigt in den rekonstruierten Barockräumen der südlichen Beletage fürstliche Wohn-

und Lebenswelten. Im Erdgeschoss der südlichen Corps de Logis ist die imposante Puppenstadt „Mon Plaisir“

untergebracht.

Zuerst werden wir durch die weltweit einmalige Puppenstadt geführt. „Mein Vergnügen“, so nannte Fürstin 

Auguste Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt (1666-1751) die unglaublich detailreiche Sammlung. In 82

Szenen spiegelt diese Miniaturwelt das Bild einer kleinen Residenz der Barockzeit wieder. Es enthält fast 

2.700 Inventargegenstände und knapp 400 Figuren. Da ist z.B. ein Porzellankabinett, eine herrschaftliche

Wohnstube, Damen bei der Toilette, ein Barbier, ein großer Tanzabend und vieles mehr zu sehen. Wir staunen!

Nun begleitet man uns durch die fürstlichen Räume, gefüllt mit außergewöhnlichen Kostbarkeiten. Wir sehen

das Porzellankabinett, 2 flämische Bildteppiche von 1559, deren Menschen Affengesichter tragen, gehen 

durch den Festsaal in der Beletage, durch ein Audienzzimmer und durch die ehemalige Suite des

Fürsten, wo sich zahlreiche Kunstgegenstände aus seinem Besitz befinden, darunter ein „Schwarzburger

Willkomm“ - eine Goldschmiedearbeit des Nürnberger Meisters Hans Kellner. 

Nach so viel Prunk und Information freuen wir uns nun auf das uns in Aussicht gestellte Mittagessen

und eilen am niederländisch anmutenden Renaissance-Rathaus vorbei zum Restaurant „Südtiroler Stuben“,

wo wir auf der Terrasse wunderbar speisen. 

 

Bis zur Abfahrt um 15:30 Uhr haben wir noch Zeit und sehen uns die vom 65 m hohen Neidecksturm

beherrschte Stadt an. Ein Schatzkästchen, die Gelder aus dem Westen wurden gut angelegt.

Nun geht es Richtung Bad Liebenstein, aber wir haben noch nicht genug, nein, wir machen noch einen

Abstecher zum Schloss Altenstein, in einem 160 Hektar großen Landschaftspark gelegen.

Das Schloss entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Stil eines englischen Landsitzes. Leider schläft es noch

einen Dornröschenschlaf und wartet auf einen Kuss.

Als Pendant zum Schlossgebäude entstand 1803 das Hofmarschallamt mit einer von dorischen Säulen

flankierten Durchfahrt, daneben waren die Stallungen und Räume für die Kutschen.

Der Park ist einfach märchenhaft mit Pergolen, Statuen, Brunnen und kunstvollen Blumenbeeten geschmückt.

Dieser Aufenthalt war wirklich erholsam und Balsam für die Seele.

Nach der Ankunft am Hotel schauen wir noch in die gegenüberliegende Wandelhalle,  wir möchten doch

wissen, wie das angepriesene Heilwässerchen schmeckt. 

Im Jahre 1610 entstand die Brunnenschrift „deß fürtrefflichen Casimirianischen Sawer Brunnen“ durch den

Magister Doctor Andreas Libavius, der über die Wirkung der Quelle schreibt:

Wärmend, einschneidend, reinigend, entleerend, kräftigend, vertreibt die Fäulnis, ist geistig und körperlich“. 

Heute wird die Trinkkur empfohlen bei Störungen im Bereich von Magen und Dünndarm, bei zu geringer

Magensäureproduktion, bei Harnwegsinfekten sowie Calcium- und Eisenmangel.

Also, Prosecco schmeckt besser!

Nach dem Abendessen ist unser Pfarrer Neumann wieder aufgetaucht, um mit uns noch einmal seine Lieder

zu üben. Nach ein paar Gläschen Wein klingt das doch schon viel besser. Ein besonders schöner Tag war das

wieder und sicher haben alle Damen gut geschlafen. 

3. Tag: Um 09:00 Uhr fahren wir nach Gotha, der einstigen Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha. Es ist

Schichtwechsel, unsere Christa Heidl hat nun das Sagen. Zuerst wird wieder die Speisekarte zwecks Vor-

bestellung des Mittagessens herumgereicht und dann informiert uns Christa über mehrere bedeutende Er-

eignisse in dieser Stadt: Gotha wird 775 erstmals erwähnt, Karl der Große verschenkt den als „villa gotaha“

bezeichneten Ort an das Kloster Hersfeld. 1515 erste Predigt Martin Luthers in Gotha. 1524 die

Reformation hält mit dem „Pfaffensturm“ Einzug in diese Stadt. 1640 entsteht durch die Ernestinische

Erbteilung das Herzogtum Sachsen-Gotha mit Ernst dem Frommen als Staatsoberhaupt. 1820 wurde in der Stadt mit der „Gothaer Versicherung“ das Deutsche Versicherungswesen begründet. 1875 gründete sich im Gothaer Tivoli die Soziale Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), die sich später in SPD umbenannte. 1945 rettet der Stadt-

kommandant Josef Ritter von Gadolla die Stadt vor der Zerstörung durch die Amerikaner, indem er kapitulierte.

So wissen wir schon einiges, als wir am Marstall aussteigen, wo uns Frau Voll schon erwartet. Nun beginnt 

eine 2-stündige Führung über den Schlossberg zur Altstadt. Es ist zauberhaft, am Morgen durch diesen

herrlichen Park zu bummeln, vorbei am Teeschlösschen und an der Orangerie mit Schloss Friedrichsthal

und nebenbei den Adelsgeschichten der Stadt zu lauschen. Am Denkmal Ernst des Frommen erreichen

wir die Altstadt und werden über die „Wasserkunst“ aufgeklärt. Es handelt sich um den 1366 angelegten

Leinakanal, der das Wasser der Leina aus dem Thüringer Wald in die Stadt leitete. Eine technische

Meisterleistung in der damaligen Zeit!  Dort steht auch das grazile Denkmal der Luise Dorothea von

Sachsen-Gotha-Altenburg (1710-1767), einer Freundin Voltaires, die großen Einfluss auf die Politik ihres

Mannes Friedrich III. nahm. Vorbei am Cranachhaus geht es nun bergab zum Hauptmarkt mit seinem schönen,

historischen Rathaus und, welche Freude, hier erwartet uns im Restaurant „Bellini“ eine gedeckte

Tafel unter strahlend blauen Himmel und wir können fast 2 Stunden ausspannen.

Was haben wir bestellt?

                                            „Gott schütze uns vor Regen, Sturm und Wind

                                             und Bratwürsten, die nicht aus Thüringen sind.   

Die große, dicke Wurst wurde mit Kartoffeln und Salat serviert, war nicht schlecht, aber gegen unsere

Nürnberger“ mit Kraut möchte ich sie nicht gerne eintauschen.

Um 14:00 Uhr beginnt die Führung im Schlossmuseum und es geht zuerst wieder hinauf auf den Berg.

Das Schloss Friedenstein ist die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands und beherrscht vom

Schlossberg aus mit ihren großen Seitenflügeln und den charakteristisch unterschiedlichen Türmen das

Stadtbild. Die Innenausstattung des Schlosses nennt man mit Recht „Das Barocke Universum Gothas“

und wir werden nun durch diese Pracht und Herrlichkeit geführt. Es sind die herzoglichen Gemächer des

17. bis 19. Jahrhunderts mit historischen Möbeln, kostbaren Uhren, Porzellan, Gemälden, Münzen und

vielem mehr, die wir durchschreiten und bewundern.

Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg ließ im Westflügel im Stil des Klassizismus neue Wohnräume

errichten, darunter einen besonders bemerkenswerten Raum, das von 1681 – 1687 erstellte Ekhof-Theater. 

Das Besondere: Mit der noch immer funktionstüchtigen Bühnenmaschinerie können bei offenem Vorhang

die Kulissen gewechselt werden. Mit seiner technischen Ausstattung ist dieses Theater eine der ältesten

bespielten Bühnen in Deutschland mit einer originalen barocken Bühnenmaschinerie. Dort begeben wir uns

jetzt hin und haben Glück: Wir platzen in eine Probe der Dudelsackpfeifer, wunderbar!

Dieses Mammutprogramm reicht für heute, unser Franco erwartet uns wieder am Marstall und es geht zurück

zum Hotel. Sicher schlafen wir „Gotha-geadelten“ Damen und Herren in dieser Nacht wie Steine und

träumen von Fürsten und Prinzessinnen.

4. Tag: Heute ist Abreise und wir treten um 09:00 Uhr den Heimweg an, aber natürlich stehen noch

weitere Highlights auf dem Programm.

Christa bereitet uns während der Fahrt mit Informationen über Schmalkalden auf unser nächstes Ziel vor.

Schon bald erreichen wir die über 1130 Jahre alte Stadt und werden vom Stadtführer, dem urigen Herrn

Mathias Vester in Empfang genommen. Er führt uns durch den mittelalterlichen Stadtkern mit seinen

vielen Fachwerkhäusern und steinernen Kemenaten, der St. Georgskirche mit ihren charakteristischen Türmen,

wo wir auf die gotische Sonnenuhr mit der Inschrift „MEMENTO MORI“ hingewiesen werden und wir bekom- 

men am Haus „Historicum-Zinnfigurenmuseum“ die verschiedenen Fachwerkarten erklärt. Tausend Motive

gibt es hier, ein Eldorado für Fotografen!   

Nun spricht Herr Vester über den Schmalkaldischen Bund von 1530/31, dem die Stadt ihre Berühmtheit ver-

dankt. Die Gründung im dortigen Rathaus ist nicht nur eine erstmalige konfessionelle Blockbildung,

sondern der Beginn der Kirchenspaltung in Europa. Dem Bund gehörten mächtige Fürsten- und Herzog-

tümer an sowie die Landgrafschaft Hessen und die Hansestädte. Nur in seinem Schutz konnte sich die

Reformation entwickeln und festigen, ohne ihn wäre Martin Luther wohl eine Fußnote in der Geschichte

geblieben.

Als es Kaiser Karl V. 1546/47 gelang, den Bund zu besiegen, hatte sich der Protestantismus in Europa

inzwischen so gefestigt, dass er nicht mehr zu verdrängen war.

Wir gehen noch hinauf zum Renaissanceschloss Wilhelmsburg (1585-1590), das allerdings eingerüstet ist.

Aber wir haben einen weiten Blick auf die frühlingshafte Vorstadt und die herzoglichen Forsthäuser.

Zum Abschied verrät uns Herr Vester noch, warum Thüringen so waldreich ist: „Im Mittelalter musste jeder

Fremdgänger zur Strafe einen Baum pflanzen“. Haha. 

Unser Mittagessen ist im Ratskeller vorbestellt und das genießen wir jetzt in vollen Zügen.

Am Stadtrand liegt die Erlebniswelt für absolute Naschkatzen, das süßeste Ausflugsziel Thüringens.

Klar, dass wir das nicht auslassen und so ist auch hier in der VIBA Nougatwelt für uns eine Führung gebucht. 

Zuerst wird ein Film über die Produktion gezeigt und dann können wir den Confiseurinnen bei der Her-

stellung der Köstlichkeiten über die Schulter schauen. Wir entdecken, lernen und naschen und wissen jetzt,

wie die Nuss zum Nougat wird. Nougat ist:

Wunderbar, fein, mild, sinnlich, tief, dunkel, üppig, zart, schmelzend, befriedigend, massiv, cremig, glatt,

                       verführerisch, anregend, prachtvoll, exzessiv, luxuriös, einfach himmlisch!

Wer konnte von uns wohl der Vielfalt im Einkaufsshop widerstehen?

Das war ein toller Abschluss unserer gelungen 4-Tage Reise und nun geht es endgültig Richtung Heimat,

aber nicht ohne eine grandiose Zusammenfassung des Erlebten von unserer Präsidentin und auch nicht

ohne Würstchenessen am „Coburger Parkplatz“.

Dank der professionellen Vorbereitungen war wirklich alles bestens und nichts ging schief. Im Iran sagt man:

                    „Das Beste, was man vom Reisen nach Hause bringt, ist die heile Haut“

 

                                                                                    Zur Erinnerung an unsere perfekte Clubreise 2018.

                                                                                                         Ihre Gusti Alfa-Stahl

Mai 2018

 


Ausflug nach Kitzingen am      Main ins

 Deutsche Fastnachtsmuseum 

               am 25.01.2018

Es ist Faschingszeit und so zieht es 18 Clubdamen froh gelaunt zum Deutschen

Fastnacht Museum nach Kitzingen. Die alte Fachwerkstadt begann mit einer

Klostergründung der Benediktinerinnen im Jahr 745. Das und vieles mehr erfahren

wir am Nachmittag bei einer Führung durchs Museum. Zuerst geht es aber zum

Mittagessen in den „Bayerischen Hof“, wo wir köstlich speisen.

 

Beim anschließenden Museumsbesuch geht es um „Geschichte(n) aus dem „Narren-

land“. Wir werden ausgiebig informiert: Was bedeuten Helau und Alaaf? Was hat es

mit der Bütt auf sich? Warum dreht sich im Karneval alles um die Elf? Wir sehen Masken, Kappen, Kostüme, Schellen, Literatur und vieles mehr. Auch besuchen wir das „vir-

tuelle Narrentheater“, in dem Figuren aus verschiedenen Karnevalsregionen ihre

Geschichte erzählen. Dieser 2-stündige Aufenthalt war einfach grandios und wir gönnen

uns zum Abschluss dieser schönen Erlebnisse noch einen „Kaffee des Tages“.


 

Mit der Wandergruppe zum Würzburger Weihnachtsmarkt am 13.12.2017

 

Es ist sehr kalt und so sind wir nur 5 Teilnehmer.  Nach einer recht angenehmen Bahnfahrt machen wir zuerst eine kleine Stadtführung mit und besuchen den Dom St. Kilian, das Neumünster und die Marienkapelle. Auch werden wir ins romantische Lusamgärtlein geführt, um den Kreuzgangflügel aus der Stauferzeit und das Grabdenkmal von Walther von der Vogelweide zu bestaunen.

Dann kommen wir noch zur alten Mainbrücke mit ihren schönen alten Steinfiguren und genießen den  weiten Blick auf die Stadt. Der Nachmittag gehört dem Weihnachtsmarkt, Glühwein inclusive.

 

Wir froren, aber es war ein toller Tag.                                                                                                                G.AS